Erfahrungsbericht nach vollständiger Umstellung des Betriebes auf Open Source Software

Nun ist es doch schon länger her, dass eine vollständige Umstellung der Software im Hause der CTS GMBH und auch im privaten Bereich durchgeführt wurde. Es gibt aktuell keine einzige kommerzielle Software und viele der früher auftretenden Probleme sind, ohne jegliche Lizenzkosten, einfach verschwunden.

Der Anfang

Schon seit dem Anfang der 90er Jahre wird bei CTS FreeBSD (https://freebsd.org) und Debian Linux (https://debian.org) auf den Servern verwendet und im Serverbereich wurde schon damals, mit wenigen Ausnahmen, jegliche proprietäre Software ausgemustert. Die Schwierigkeiten waren hier natürlich weit geringer, denn die meisten Webserver im Internet werden mit Open Source BSD, bzw. Linux Betriebssystemen betrieben. Die PHP Programmiersprache, der MySQL oder PostgresQL Datenbankserver und viele weitere Open Source Softwareprodukte sind Standard beim Einsatz mit direktem Internetanschluss. DNS Infrastrukturen und weitere für den Betrieb eines Netzes erforderliche Dienste werden zum größten Teil auch mit besagten Komponenten betrieben.

Da ich generell der Meinung bin, dass eigene vertrauliche Daten nur im eigenen Haus gespeichert werden dürfen und die Auslagerung auf fremde Rechner im Internet (aka Cloud oder Hosting) keine Option ist, war schon sehr bald der Betrieb einer eigenen DNS Infrastruktur, eines auf FreeBSD basierenden Mail Servers, inklusive einer vor Spam- und Viren schützenden, selbst entwickelten MailWall ein konsequenter Weg. Der Einsatz von PGP (https://de.wikipedia.org/wiki/OpenPGP) als von Betriebssystem unabhängigem Verschlüsselungssystem auch für E-Mails begann bereits sehr früh. Nicht verschlüsselte E-Mails sind wie ein Postkarte und man wundert sich, welche sensible Daten unverschlüsselt per E-Mail versendet werden. Hier kann man erwarten, dass es in nicht allzu ferner Zeit einen gröberen Vorfall geben wird, denn wo Daten sind gibt es jemand, der diese haben will.

Im Laufe der Zeit kamen, da proprietäre Dokumente auf der MailWall geblockt werden, zum Datenaustausch mit Partnern ein eigener OwnCloud (https://owncloud.org) Server, betrieben hier im Haus, hinzu. Damit können Dateien über eine DMZ sehr sicher mit Dritten ausgetauscht werden und man vermeidet die Unhöflichkeit von riesigen E-Mail Attachments.

In den Anfängen der VoIP Telefonie wurde unser Telefonsystem bereits auf eine Asterisk Installation umgestellt und wir agieren auch hier vollkommen Anbieter befreit. Mittlerweile ist der Asterisk direkt via IAX2 und SIP, natürlich eingeschränkt auf deren und unsere statischen IP Adressen, bei zwei Providern angebunden.

Weitere Schritte

Ein, natürlich auch selbst betriebener Home Assistant (https://www.home-assistant.io/) Automationsserver, welcher keine Daten an Dritte überträgt in Verbindung mit einer eigenen MQTT Infrastruktur zeigte, dass es natürlich möglich ist, ohne schlecht programmierte IoT Geräte und Wanzen, welche alle Daten durch den Server des Anbieters senden, bzw. einen Zugriff zur Anlage über diesen ermöglichen, sehr einfach realisiert werden kann. Dort wo keine statische IP Adressen vorhanden sind, kann der Zugriff sauber über Tor Hidden Services realisiert werden.

Als Firewalls mit HA Setup werden FreeBSD basierende PFSense ( https://www.pfsense.org/) Lösungen eingesetzt. Damit ist der automatische Sync verschiedener Firewalls und der Aufbau von WAN, LAN, DMZ, WEBNET und rein virtuellen Netzen, ala separierten Anonymisierungslösungen mit Tor und Linux Terminal Server in einem hermetisch abgeschlossenem Netz leicht möglich. Netzseparation ist in jedem Fall zwingend!

Hausintern kann die komplette SSL Zertifikats Infrastruktur ohne Dritte sehr einfach aufgebaut werden. Für öffentliche Server benutzt man am besten kostenlose Letsencrypt Zertifikate.

Damit sind Sie dem Projekt “Null Lizenzkosten” schon viele Schritte näher.

Das komplette Setup ist für professionelle Administratoren sehr einfach und übersichtlich einzurichten und die Wartung kann, insbesondere, wenn man, wie bei uns im Haus, die kostenlose Open Source Virtualisierung Proxmox (https://proxmox.com) verwendet, sehr einfach mit Snapshots (speichert binnen Sekunden ein Abbild des Systems, auf das man in Sekundenschnelle wieder zurücksetzen kann.) umgesetzt werden.

Mit der PFSense Lösung kann sehr einfach eine komplette Abschottung des LAN erfolgen und ein Zugang für reisende Mitarbeiter und Telearbeitsplätze über die inkludierte OpenVPN (https://en.wikipedia.org/wiki/OpenVPN) Lösung realisiert werden. Damit ist es möglich, sich komplett geschützt von einem Notebook oder Mobilgerät unter Windows, OSX, Linux, Android und IOS Zugang zum LAN zu verschaffen und der Administrator kann auf der Firewall den externen Rechnern, z.B. nur den Zugriff auf den Terminal Server erlauben. Vielfältige, sichere Szenarien sind hier die Standardsetups guter Administratoren. Das Interface für das VPN kann eigenständig mit Firewall Regeln bespielt werden.

Durch die Leistungsfähigkeit neuerer Hardware und die Möglichkeit der Virtualisierung können einzelne Services auf einzelnen virtuellen Systemen betrieben werden. Dadurch wird die Wartung dramatisch vereinfacht und die Kosten für Ausfälle und Stehzeiten gehen gegen Null.

Für unabhängige Bookmark Synchronisation (https://www.xbrowsersync.org/), Fakturierung, ERP Lösung, Fahrzeugtracking (https://www.traccar.org/) betreiben wir eigene virtuelle Maschinen und testweise wurde auch ein eigener Cryptowährungs Zahlungssystem Server (https://btcpayserver.org/) eingerichtet. Damit kann man vorzeigen, wie einfach und sicher eine Zahlung im Internet, ohne Drittanbieter und ohne Spesen, abgewickelt werden kann.

Storage / NAS

Um den rasant wachsenden Datenmengen Herr zu werden, wurden unsere seit längerem betriebenen FreeNAS (https://freenas.org) Storage Systeme (selbst zusammengestellte Hardware aus Einzelkomponenten) auf Hochverfügbarkeit umgestellt. Wir betreiben nun 2 NAS, je mit 12 TB auf ZFS Dateisystem und NAS-zu-NAS HA Replikation. Die Datensicherung erfolgt auf verschlüsselte externe Datenträger mit Auslagerung. Sensible virtuelle Maschinen werden mit verschlüsselten virtuellen Festplatten betrieben.

Dezentralisierung

Facebook und Twitter Alternativen

In den letzten Jahren wurde massive Kritik an den großen “sozialen” Netzwerken, insbesondere im Bereich Datensicherheit und Privatsphäre laut. Ich selbst war nie ein besonderer Nutzer dieser Systeme und hatte nur einen Facebook Account, welcher aber seit April 2018 komplett leer ist.

Angespornt durch diese Kritik in Verbindung mit aufgedeckter Datensammelwut, Daten Leaks und der Willkür einiger Betreiber, welche Benutzer durch die Sperre Ihrer Accounts eine unschöne Überraschung bereiteten, entstand das Fediverse mit dem ActivityPub Protokoll.

Mastodon, eine dezentralisierte, Open Source, Twitter und Facebook Alternative ist die klare Nummer eins und auch wir betreiben eine eigene Mastodon Instanz.

Mein Fediverse/ActivityPub Profil auf der CTS Mastodon Instanz finden Sie hier:

Es hat etwas gedauert, bis Firmen, politische Gruppierungen und andere diesen riesigen Vorteil verstanden haben und dann hat es nochmal etwas gedauert bis die “das hat ja keiner, alle sind dort Lemminge” aktiv wurden. Wir immer ein Henne und Ei Problem, denn so lange Personen, Firmen, Institutionen die etwas mitteilen möchten, nicht aktiv werden, wird es auch keine Nutzer geben. Das Problem ist mittlerweile Vergangenheit und die Interaktivität im Fediverse ist sehr hoch und mit guter Qualität.

Kurz zusammengefasst funktioniert das Fediverse so ähnlich wie sie es von E-Mail kennen. Es gibt einen Server mit der Domain meinedomain.com und alle Benutzer die einen Account auf diesem Server haben, bekommen @benutzer@meinedomain als Adresse. Die Fediverse Instanzen kommunizieren wie E-Mail Server über der Domain Teil, somit kann jeder Benutzer, jedem anderen Benutzer im Fediverse, sogar über verschiedene Software Lösungen (Mastodon, Pixelfed (Foto), PeerTube (Video), etc.) folgen und erhält die Neuigkeiten ungefiltert in der Timeline. Kein Datensammler der sortiert, filtert oder vorschreibt was Ihnen wichtig ist.

Und das beste, wenn Sie als Anbieter eine eigene Instanz betreiben kann niemand Ihre Accounts sperren, denn Sie sind der Admin Ihrer Instanz! Auch wird der Aufwand von Kontrolle und Löschungen einzelner Postings dramatisch reduziert, da Sie nur für die Postings auf Ihrer Instanz verantwortlich sind! Die Sichtbarkeit ist, richtig eingesetzt, auch viel höher da die federierten Zeitleisten Postings abbilden. Kommerzieller Support und Consulting gerne über support@cts-solutions.at .

Sicherer Messenger

Um das Gesamtbild abzurunden fehlte nun noch ein sicherer, End-zu-End verschlüsselter Messenger, bei dem niemand mitlesen kann, der dezentral aufgebaut ist und selbst betrieben werden kann. Durch die gesetzlichen Vorgaben in den USA ist es mehr als zweifelhaft, dass die E2E Verschlüsselung großer Anbieter wirklich keine Backdoor zum Mitlesen hat. Gerade bei der Kommunikation ist es für mich zwingen, dass jeder Zweifel ausgeschlossen ist.

Schon sehr lange bevor die französische Regierung auf die gewählte Lösung aufgesprungen ist und das deutsche Milität die Lösung in der engsten Auswahl testet, wurde in unserem seit jeher sehr innovativem Hause auf das Matrix Protokoll (https://matrix.org) in Verbindung mit dem Matrix Server Synapse und dem Messenger Riot (https://riot.im) gesetzt.

Für den Benutzer ist nur der Riot Messenger (Windows, MAC, Linux, Android, IOS) sichtbar. Dieser kommuniziert über das Matrix Protokoll mit dem Synapse Matrix Server. Wir auch bei Mastodon oder E-Mail können Server mit anderen Servern kommunizieren und damit ist eine uneingeschränkte Kommunikation mit allen Benutzern in der Matrix möglich.

Die Adressen bauen sich so auf, dass einem @ der Benutzername am Server folgt, danach ein : gefolgt von der Domain.

Meine Adresse ist z.B.:

  • @karl:matrix.ctseuro.com

Es gibt drei Arten von Adressen:

  • 1:1 Chat Adressen starten mit einem @, wie oben bei meiner Adresse

  • Gruppenchats starten mit einer #

Ich habe z.B. einen Raum #kmj:matrix.ctseuro.com angelegt, welcher öffentlich zugänglich ist. Am einfachsten Betreten können Sie Räume in dem Sie

/join #kmj:matrix.ctseuro.com

in der Box eingeben, in der Sie sonst schreiben.

  • Communities starten mit einem +

Die Auswahl fiel auf Matrix/Riot da oben genannte Anforderungen erfüllt werden und:

  • Multi Device fähig, d.h. Sie können von PC, Tablet und Smartphone, bei Bedarf auch von mehreren davon, gleichzeitig eingelogged sein und alle Geräte sind in Sync. Egal welches Gerät gerade verwendet wird, es wird nie etwas verloren.

  • Riot kann auch Telefonie (1:1 und Gruppe), sowie Video (1:1), wobei die VoIP Kommunikation in verschlüsselten Räumen auch verschlüsselt ist.

  • Wenn man sich angewöhnt, pro Projekt, Agenda, oder Todo einen Raum anzulegen, bleibt alles total übersichtlich und die Arbeit wird brutal erleichtert. Ich habe zusätzlich viele Räume nur für mich, als eine Art Notiz.

  • Setup und Wartung des Servers ist extrem einfach und bis auf die Updates und einige smarte Cron Jobs ist dieser weitestgehend Wartungsfrei.

  • Der Riot Messenger wird von Jung und Alt sofort verstanden und setzt Null IT-Wissen voraus. Das erleichtert es sehr, dass auch unbedarfte Anwender auf Riot wechseln.

  • Kommunikation zwischen Benutzern am eigenen Server verlässt den Server nicht, andernfalls sind nur die beteiligten Server in die Kommunikation eingebunden. Damit ist auch ein zentrales Sammeln von Metadaten ausgeschlossen. Sicherheit und Privatsphäre wie sie sein sollte.

  • Automatisierung mit Bots. Wir haben z.B. verschiedene Räume für News, Security, Softwareupdates und vieles mehr, bei dem der Bot definierte RSS Feeds einspielt. So hat man in einem System alles im Überblick und verschwendet keine Zeit.

  • Es gibt noch viele gute Gründe, insbesondere auch die DSGVO, die zum Umstieg von zentralisierten Messengern bewegen sollte. Leute die Ihr Adressbuch inklusive meiner privaten Kontaktdaten, eventuell sogar eines Bildes, ohne zu fragen an Dritte übermitteln waren mir schon immer ein Dorn im Auge. Mit dem Bild kann z.B. eine Gesichtskennung durchgeführt werden und wie der letzte aktuelle Fall zeigt, hat eine US Firma Millionen von Bildern genau für so etwas gesammelt.

https://www.onvista.de/news/presse-us-firma-sammelte-milliarden-fotos-fuer-gesichtsdatenbank-320518431

Ich habe Whatsapp oder andere Messenger, außer Tox über das Tor Netzwerk und ähnliche, insbesondere für Journalisten oft wichtige Anonymisierungslösungen, nie verwendet und sollte jemand Riot und PGP Mail ablehnen, gibt es ja noch immer das Telefon :-).

Für alle Freunde und Selbsthoster finden sich hier Anleitungen für Server und Client:

Server:

Client:

Kommerzieller Support und Consulting gerne über:

  • support@cts-solutions.at oder Riot: @karl:matrix.ctseuro.com

Arbeitsplätze

Problematischer wurde die Umstellung bei den Arbeitsplätzen, da es in früheren Zeiten einige proprietäre Softwareprodukte ohne Open Source Alternative gab. Viele dieser Anbieter haben sich, aufgrund falscher Programmierung, bzw. fehlender Innovation und Ausbildung der Programmier mit anderen proprietären Softwarelösungen und Betriebssystemen so verbunden, dass ein Entkommen nicht mehr möglich ist.

Alle diese Firmen, inklusive vieler Banksoftwareanbieter, werden ohne Angebot für andere Betriebssysteme in den nächsten Jahren vom Markt verdrängt werden. Auch wenn mir bewusst ist, dass Linux noch kein Massenmarkt ist, diese Anbieter haben mit Produkten aus dem Hause Apple unter OSX genau dasselbe Problem. Apple ist mittlerweile in einigen Branchen durchaus eine nennenswerte Stückzahl und bei Linux ist der Start in den Massenmarkt nicht mehr weit.

In unserem Hause gab es aufgrund der Verwaltung von mehreren 100.000 Bildern unserer 270 Fotografen im Geschäftsbereich Bildagentur und im Bereich Desktop Publishing im Bereich der veröffentlichten Bücher Anfangsprobleme geeignete Software zu finden. Die Fakturierung wurde bereits früh auf eine Web basierte InHouse PHP Lösung, welche weitestgehend automatisiert ist, umgestellt.

Nach vielen Tests der Softwarebestandteile wurden nun alle Arbeitsplätze und Notebooks auf Debian Linux mit XFCE Desktop umgestellt. Für Anfänger empfiehlt sich eher KDE als Desktop.

Es folgt eine kurze Liste an verwendeter Software, welche intuitiv, performant und Arbeitszeit schonend auch von Mitarbeitern mit geringen IT Kenntnissen rasch eingesetzt werden kann. Für alle Softwareprodukte können Arbeitsanweisungen leicht erstellt und Einschulungen auch durch Mitarbeiter mit Basis IT Kenntnissen einfachst durchgeführt werden.

Die Verwendung von privatem Equipment, Notebooks, PCs, Tablets, Smartphones und dergleichen ist in jedem Fall zu verbieten und ein Zugang von diesen Geräten zum LAN über Kabel oder WLAN muss verhindert werden. Zusätzlich darf kein Gerät, welches außerhalb des LAN Netzwerkes eine Netzwerkverbindung hatte, jemals wieder im LAN angeschlossen werden.

Softwareliste (Alle Open Source und Lizenzkostenfrei)

  • https://debian.org Betriebssystem Debian Linux mit XFCE (als Anfänger verwenden Sie ev. KDE)

  • https://www.veracrypt.fr/ VeraCrypt portable Datei, USB Stick und Festplattenverschlüsselung für Windows, Mac OSX and Linux

  • https://www.libreoffice.org Office Suite mit kompatibler Textverarbeitung, Kalkulation, etc. für Windows, Mac OSXund Linux

  • https://www.scribus.net/ Scribus ist ein professionelles freies Desktop-Publishing-Programm für Linux-, Unix-, macOS-, OS/2-, Haiku- und Windows-Systeme, das unter der GNU General Public License. Wir erstellen damit z.B. die druckfertigen PDF für unsere Hardcover Bücher.

  • http://www.calibre-ebook.com/ zur Verarbeitung, Konvertierung und Verwaltung von E-Books für Linux, Mac OSX und Windows.

  • https://www.thunderbird.net/ Thunderbird Email Programm mit WebDAV Kalender und Adressbücher (Cardbook Addon). PGP mit Enigmail Addon. Verfügbar für Windows, Mac OSX und Linux.

  • https://www.mozilla.org/ der Firefox Browser (ohne Anonymisierung)

  • https://www.torproject.org/ der Tor Browser (Anonym) Alle Systeme inkl Android

  • https://joplinapp.org/ Notizen verschlüsselt auf WebDAV speichern und synchronisieren

  • https://www.gimp.org/ Gimp Bildbearbeitung

  • https://www.digikam.org/ Fotomanagement, Leuchttisch, Bearbeitung, Stapelverarbeitung, u.v.m.

  • https://rawtherapee.com/ Foto RAW Dateien bearbeiten

  • Mat2 EXIF Cleaner (Debian Package)

  • https://www.shotcut.org/ Shotcut Video Editor - richtig professionell. Selbst damit Videos mit Special-Effects gemacht. Direkter Vergleich mit dem proprietären Produkt braucht nicht gescheut werden.

  • https://www.blender.org/ eine freie, mit der GPL lizenzierte 3D-Grafiksuite, mit welcher sich Körper modellieren, texturieren und animieren lassen. Diese können in Grafiken, Animationen und Software systematisiert werden. Geschaffene Bildsynthesen können mit Hilfe des integrierten Compositors und Videoschnittprogramms nachbearbeitet werden

  • VLC Video Player

  • https://handbrake.fr/ Videos in verschiedene Formate konvertieren, auch Stapelverarbeitung

  • https://www.audacityteam.org/ eine Digital Audio Workstation. Auf beliebig vielen Spuren können Audiodateien gemischt und bearbeitet werden.

  • https://www.hohnstaedt.de/xca/ X - Certificate and Key management

Im Detail findet sich noch weitere, aber aufgrund der Spezialisierung im IT Bereich für normale Benutzer nicht verständliche Software. Wer sich einmal als Hacker versuchen will, für den gibt es Kali Linux mit bereits installierter Software wie Metasploit.

Anmerkungen:

  • LibreOffice deckt die Anforderungen von 99% der Benutzer ohne Probleme ab. Der Spruch beim anderen Office kenne ich mich aus, geht glatt ins Leere, denn die meisten mit dieser Aussage versagen bei einem Versionswechsel des proprietären Produktes, da dann auch alles anders aussieht.

Wir haben mit LibreOffice alle Anforderungen abgedeckt und wenn die Formatierung anders aussieht, dann installiert der, der sich auskennt den passenden, aber eventuell fehlenden, Font und das Dokument sieht identisch aus. Zusätzlich kann LibreOffice PDF erstellen und bearbeiten und vieles mehr. Wer dann eventuell mit riesigen Kalkulationstabellen ein Problem hat, dem sei gesagt, dass Kalkulationen die nicht mehr nachvollziehbar sind, so und so anders gelöst werden müssen. Denn ein blindes Vertrauen in das Sheet des 3. Vorgängers ohne alles selbst nachrechnen zu können ist Selbstmord. Wir hatten bis jetzt kein einziges Problem mit LibreOffice und dieses erfüllt ohne Lizenzkosten alle Anforderungen.

  • Thunderbird ist ein E-Mail Client auf dem selben Hause wie der Firefox Browser und ist für Endanwender ohne IT Kenntnisse einfach zu bedienen. Für Profis bietet Thunderbird extrem viele Features, welche alle Anforderungen von IT-Pros und IT-Semi-Pro Benutzen abdecken.

  • Zum Firefox Browser und empfohlene Plugins gibt es auf der Seite einen Eintrag: https://kmj.at/mehr-privatsphaere-und-sicherheit-mit-kostenlosen-firefox-add-ons/

  • Den Tor Browser sollten Sie bei Recherchen oder heiklen Suchen, wie z.B. Medizin, Job und ähnliches, verwenden. Glauben Sie keine dummen Aussagen wegen illegal, Darknet, etc. von Personen ohne Kenntnisse von Overlay Netzwerken. Der Tor Browser anonymisiert Ihre IP Adresse und macht es auf der Webseite die besuchen unmöglich Sie aufgrund der IP zurück zu verfolgen. Zusätzlich verhindert der Tor Browser das Tracking und Sie könnten auch .onion Webseiten im Tor Netzwerk besuchen. Auch hier wird von IT ungebildeten immer Illegalität und Darknet beschworen. Ignorieren Sie diese Aussagen mit einem Lächeln und zeigen Sie, dass Sei mehr wissen!

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Tor_(Netzwerk)

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Anonymit%C3%A4t_im_Internet

Eine Tor Netz Adresse sieht z.B. so aus. Hier die Adresse der identen KMJ.at Seite im Tor Netzwerk:

Weiterführende Literatur, insbesondere für Journalisten:

Smartphone und Tablet

Dieser Bereich ist der schwierigste, denn man riskiert die Garantie des Gerätes und die Installation ist nicht für jedermann einfach durchzuführen. Lernwille, Geduld und Pioniergeist sind ein Muss um sich von den großen Datensammlern zu befreien. Mittelfristig, nach deren Fertigstellung, ist geplant auf Linux Smartphones wie das Librem5 (https://puri.sm/products/librem-5/) oder das Pinephone (https://www.pine64.org/pinephone/) umzusteigen.

Aktuell werden alle Geräte mit LineageOS ohne Google Apps (gapps) betrieben. Da es sich hier um ein sehr spezielles technisches Gebiet handelt verweise ich auf andere Artikel hier im Blog:

GPS Tracking

Professionelles GPS Tracking für Privat und Business ohne Lizenzkosten und ohne Daten an Dritte zu senden! Auch hier ein Verweis auf einen anderen Beitrag:

Geschafft

Das Ziel wurde im Oktober 2018 erreicht und, obwohl viel gelernt und getestet werden musste, wurde dieser Schritt keine Sekunde bereut!

Seit der Komplettumstellung ist unsere IT seit über einem Jahr störungsfrei, einfach und immer aktuell in Betrieb. So gut wie alle Projekte haben eine engagiert Community und helfen über Foren, IRC, Riot und Mailinglisten bei Problemen. Bugtracker listen bekannte Probleme und Sicherheitsupdates sind meist raschest verfügbar. Es benötigt keine Lizenzverwaltung mit dem damit verbundenen Aufwand. Die eingesparten Lizenzkosten sind für gute Administratoren, bzw. Einsparungen, in jedem Fall besser angelegt. Im worst case kann man die Software selbst umprogrammieren, da man ja den Source Code verfügbar hat.

Zusätzlich finden sich viele Spezialisten, welche sich für Support, Hilfe, oder Projekte auch freiberuflich anwerben lassen.

Firmen wie die CTS (https://cts-solutions.at) bieten zum Beispiel auch reine Level 2 und 3 Remotewartungen, Schulungen, Consulting und Planungshilfe um lokale Administratoren zu unterstützen.

Es sei mir noch ein Verweis auf einen Übersichtartikel zum generellen Verhalten im Netz erlaubt:

Zum Abschluss sollten Sie noch prüfen, ob Ihre Lieblingsseiten Ihr Surfverhalten an Dritte weiterreichen und durch schlechte Programmierung oder Vorsatz Ihr Vertrauen missbrauchen.

Noch ein Hinweis: Im Blog Bereich der Webseite finden sich zu fast allen genannten Themen Einzelartikel und Anleitungen. Fragen gerne im Riot Raum #kmj:matrix.ctseuro.com, den sie mit

/join #kmj:matrix.ctseuro.com

betreten können. Bitte beachten Sie, das E-Mails bei mir nicht mehr wirklich verwendet werden und 90% der Kommunikation, inkl. des Kundensupports auf Riot umgestellt ist. Gerne können Sie kommerzielle Anfragen für die CTS GMBH via Riot @karl:matrix.ctseuro.com an mich adressieren.

Natürlich wird die E-Mail Adresse support@cts-solutions.at ein bis zweimal am Tag auch abgerufen.

Wer bis hierher gelesen hat, ist vermutlich vom der Befreiung durch diesen Umstieg genauso fasziniert wie ich und ich hoffe, dass einige derer, die bis zum Ende lesen, den Schritt auch wagen.

Step-by-Step, es muss ja nicht alles auf einmal sein und lassen Sie sich nicht von Halbwissen, oder reflexartigen Abwehrhaltungen durch die dem Menschen angeborene Faulheit, von diesem Weg abbringen.

Ich freue mich auf Feedback im Raum #kmj:matrix.ctseuro.com!

Ein EDV Leben ohne Lizenzkosten für Business und Privat!

Keine Lizenzkosten mit Open Source Software betrieben auf modernen Betriebssystemen!

Ich habe auf die letzten Blog Beiträge viel positives Feedback erhalten und die meisten Business- und Privatanwender träumen von einem IT Betrieb ohne Lizenzkosten und ohne bei neuen Systemen auf die Anzahl der Installationen achten zu müssen und vielem mehr. Bei vielen Managern stehen natürlich die Einsparungen der Lizenzkosten an oberster Stelle, aber es hat sich mittlerweile auch durchgesprochen, dass selbst gehostete System, welche die Privatsphäre schützen und so wenig wie möglich Daten an Dritte und Tracker übermitteln eine Bereicherung für jeden einzelnen sind.

Sicher ist, da die Lizenzkosten die letzte wirkliche Einsparungsmöglichkeit im IT Bereich sind, dass sich Open Source Software und Betriebssysteme nun weit stärker im Firmenumfeld durchsetzen. CFO‘s und CEO‘s werden sich hier stark engagieren um über diese Schiene die letzte Einsparungsmöglichkeit auszunutzen.

Natürlich ist mir klar, dass es nicht in allen Fällen zu 100% möglich ist umzustellen und es auch einige geben wird, die Ihre Daten auf Servern von Fremden im Internet (aka Cloud) speichern werden. Bei letzteren ist das Verhalten vollkommen unverständlich, denn wenn man diese Verantwortlichen fragt, ob sie Ihre wichtigen Firmendaten auf irgendwelchen Servern im Internet speichern würden, ist die Antwort meist ein Nein. Versehen mit dem Marketingmascherl Cloud gibt es dann doch welche, die alle Daten auf solchen Servern speichern. Der Anteil diese Cloud User ist in Wirklichkeit aber sehr gering.

Mit dieser Spezies, die im Normalfall in dem Irrglauben, die eigene Verantwortung delegieren zu können und gleichzeitig alles billiger wird, lebt, wollen wir weder heute noch an anderer Stelle Lebenszeit vergeuden. Meist existiert hier eine Beratungsresistenz.

Der Fokus liegt auf Verantwortlichen, welche zukunftsorientiert, offen, hungrig nach Weiterbildung und an neuem, vielfach besserem interessiert sind.

Wie schon in vielen Blog Einträgen hier auf meiner Seite geschrieben, wurde in meinem Umfeld und bei der CTS die komplette IT und auch mobile Geräte auf Open Source umgestellt. Ich höre jetzt schon viele sagen – Das kann ich nicht -. Doch, das kann jeder, mit ein paar ganz wenig Ausnahmen, wo spezielle Software benötigt wird und es nur Anbieter proprietärer Software gibt, welche die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben und sich mit weiterer proprietärer Software anderer Anbieter so verknüpfen, dass es für diese keinen Ausweg aus der Falle – gebunden an ein Betriebssystem – gibt. Solche Systeme sollte man in einem eigenen VLAN betreiben, bis eine alternative Software erscheint und es darf gesagt werden, dass es mittlerweile für fast alle Anforderungen Open Source Lösungen gibt.

Das heißt natürlich nicht, dass Open Source Software keine Fehler hat und nicht auch hier ab und zu Probleme auftreten. Aber die Community, insbesondere bei den größeren Projekten, ist im Normalfall extrem schnell mit Fehlerbehebungen, welche in vollem Umfang auf der Projektseite nachvollzogen werden können. Bei Open Source Software ist auch jede Änderung für alle offen prüfbar. Zusätzlich kann man immer auch einen Programmierer (Freelancer) anheuern, welcher den Fehler korrigiert. Das ist Freiheit, ohne zu warten, ob ein Hersteller vielleicht irgendwann einen Patch heraus gibt, bei dem wieder nicht bekannt ist, welche Modifikationen vorgenommen werden.

Für besonders Interessierte habe ich ein Buch veröffentlicht, welches viele Details anspricht:

„Zero License Costs? It is possible!: This book will show you that it is possible to run your IT without any license costs. (CTS IT PRO E-Books 12)“ erhältlich bei Amazon https://www.amazon.com/dp/B072VGSQHF

Hier nun eine kurze Zusammenfassung eines freien Lebens mit IT:

Server

Alle meine privaten Server und die Server der CTS werden bereits seit 1995 fast durchgehend unter FreeBSD betrieben. Bald danach kamen noch Server unter Debian Linux hinzu und eine gewisse Zeit gab es auch wenige proprietäre Server von kommerziellen Betriebssystem Anbietern. In den späten 90ern war das Leben noch nicht so frei und einfach wie heute.

Seit mehreren Jahren, insbesondere da der XRDP Server unter Debian Linux mittlerweile auch sehr stabil läuft, werden alle Internet Server unter FreeBSD und Debian Linux betrieben. Operative Terminal Server für den Büroalltag betreiben wir unter Debian Linux mit XRDP, natürlich geschützt durch die Open Source VPN Lösung OpenVPN und hoch professionelle Open Source PfSense Firewalls.

Natürlich wird auch der E-Mail Server, sowie der Spam und Virenschutz selbst betrieben und im Haus gehostet. Eine Speicherung von unverschlüsselten E-Mails auf fremden Servern im Netz würde ich als unverantwortlich bezeichnen und bin der festen Überzeugung, dass Mails und deren Metadaten (wer-mit-wem mailt, etc.) nur im eigenen Haus betrieben werden sollten.

Mit OwnCloud wird hausintern eine eigene Lösung zum Speichern und Teilen von Daten, auch mit Dritten, betrieben. Natürlich ist auch dieser Server, da sensible Daten, im eigenen Haus.

Zusätzlich werden Server für Mastodon, eine dezentralisierte Open Source Micro Blogging Alternative, und Matrix/Riot.im, einer dezentralisierten, sicheren, Open Source Messenger und Kommunikationsplattform betrieben. Wie schon früher geschrieben, wurde mein alter Facebook Account, seit dem Umstieg auf Matrix/Riot.im, mit einem Script komplett geleert und existiert nur mehr als leere Hülle mit dem Hinweis auf meine Mastodon und Matrix/Riot.im Accounts. Einen Twitter Account, welcher die kommerzielle Alternative zu Mastodon wäre, habe ich privat nie gehabt.

Mit circa 1,5 Jahren relativ neu im Einsatz ist die Open Source Virtualisierungsplattform Proxmox, welche die frühere kommerzielle Variante ersetzt hat. Proxmox ist ein wirklicher Geheimtipp, der hier vollkommen fehlerfrei seinen Dienst versieht und viele Features beinhalten, welche bei kommerziellen Produkten hohe Aufpreise bedingen. Zum Beispiel das geniale Backup der virtuellen Maschinen, inklusive der eindrucksvollen Rücksicherungsmöglichkeit.

Und auch im Serverbereich gibt es keine wirkliche Ausrede, auch nicht für Privatanwender. Kleine Anwendungen können auch auf einem Raspberry für 40 € im eigenen Haus geräuschlos betrieben werden.

Es werden natürlich noch weitere Server betrieben, inklusive einer vollkommen eigenständigen public DNS Infrastruktur mit Hidden-Primaries und Web-basiertem Verwaltungstool. Den Betrieb von öffentlichen DNS Servern empfehle ich aber nur wirklichen IT Profis mit langjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet.

In Summe besteht der Proxmox Cluster aus 4 Cluster Servern mit 40 CPU‘s, 140GB RAM und 4 TB Storage auf gespiegelten FreeBSD NAS Systemen. In Summe laufen 39 virtuelle Maschinen im Cluster. Eine beeindruckende, stabile Leistung, rein mit Open Source Software Lösungen. Alles komplett ohne Lizenzkosten.

Arbeitsplätze

Die verwendeten Arbeitsplätze, Desktops und Notebooks, werden alle unter Debian Linux mit XFCE als Desktop betrieben. Die Arbeitsplätze reichen von kleinen Netbooks bis hin zu i7 Systemen mit 16 GB RAM und 4 * 1920x1080 Monitoren zur Bildbearbeitung und zur Webseitenerstellung.

Generell wird nur LibreOffice als kompatible Office Anwendung verwendet. Einfach alle Fonts installieren, dann gibt es auch bei komplexeren Dokumenten keine Formatierungsprobleme. Textverarbeitung, Kalkulation, Präsentation und kleinere Datenbankanwendungen werden damit professionell und kompatibel abgedeckt. LibreOffice gilt auch als sicherer im Sinne der Angriffe mit Macros und anderen Bösartigkeiten. LibreOffice ist Open Source und komplett kostenlos. Es kann sogar parallel mit der kommerziellen Variante auf einem System betrieben werden um es zu testen.

Die Bedienung von LibreOffice ist kinderleicht und kann von ungeübten Benutzern in kürzester Zeit genauso beherrscht werden, wie die sehr teure kommerzielle Alternative. Funktionen und Buttons sind sehr ähnlich, d.h. für alle ohne jegliches Problem anwendbar und ohne Zeitaufwand in der Schulung im Rahmen einer Umstellung.

Da die CTS E-Mails in großen Umfang abarbeiten muss, wird eine professionelle Software als E-Mail Programm verwenden. Mit Mozilla Thunderbird, aus dem Hause des großartigen Browsers, werden alle Wünsche professioneller E-Mail Anwender genauso abgedeckt, wie die von Einsteigern. Mit dem Lightning Kalender als Standard Addon können auch professionelle Kalender via dem Industriestandard CalDAV eingebunden werden. Mit dem CardBook Plugin können via dem Industriestandard CardDAV zentrale Adressbücher eingebunden werden. Das alles mit Multi- Account, Multi-Identity und vielem mehr. Profis bei CTS arbeiten damit am Tag hunderte E-Mails in hunderten Unterordnern auf einfachste, Performance optimierte Weise an. Thunderbird und die Plugins sind natürlich Open Source und Lizenzfrei. Thunderbird gilt als extrem sicher und kann auch auf Text-only E-Mails umgestellt werden. Damit schützen Sie sich und Ihre Kontake vor unschönen Dingen in HTML E-Mails. Profis senden Text-Only!

Viele weitere Open Source Produkte runden die Installation ab. PGP Verschlüsselung für End-to-End verschlüsselte E-Mails, welche auch, egal bei wem und auf welchem Server. verschlüsselt am Server gespeichert werden. DigiKam, RawTherapee und GIMP für die professionelle Bildbearbeitung und IPTC Beschriftung, Shotcut für perfekten Videoschnitt inklusive Einbringung von Special-Effects, Audacity als professionellen Voice Editor, Blender als 3D Software, Scribus und Calibre für die Erstellung von Büchern und E-Books und vieles mehr sind kostenlos verfügbar.

Für Warenwirtschaft und Fakturierung sind kleine bis wirklich große Enterprise ERP Lösungen verfügbar. Dieses Thema würde einen eigenen Blog Eintrag füllen, aber es gibt für jede Unternehmensgröße eine Lösung. Von Kassabuch bis x-1000 Mitarbeiter ERP System.

Zum Surfen im Internet wird natürlich der gute Firefox Browser mit Sicherheits-Plugins, siehe https://kmj.at/mehr-privatsphaere-und-sicherheit-mit-kostenlosen-firefox-add-ons/ , verwendet.

Dazu unbedingt auch den Tor Browser für anonymes Surfen installieren. Das Tor Netz ist mittlerweile so groß und schnell, dass man sogar Videos schauen kann und auch wenn man nichts zu verbergen hat, geht es andere ganz einfach nichts an wo und wie man surft. Zur Suche qwant.com oder duckduckgo.com als Alternative zum Datensilo verwenden.

Verschlüsselter Messenger und verschlüsselte Telefonie, auch mit Dritten erfolgt nur über den Riot.IM Messenger angebunden an den eigenen Server im dezentralisierten Netz. Mitlesen durch Datensilos ist unerwünscht und wird dadurch vollkommen ausgeschlossen.

Natürlich sind auch Video Player und andere Kleinigkeiten die das Leben nett machen, an Bord.

Updates sind leicht und einfach durchzuführen und bei Linux Desktops ist neu aufsetzen eine seltene Ausnahme. Normalerweise, auch bei Releasewechsel, einfach updaten und fertig.

Die genannten Lösungen decken die Anforderung von 99% der Unternehmen ab und es ist eigentlich immer dieses - „Ich nehme das was andere nehmen, dann kann mich mein Boss bei Problemen nicht feuern!“ - , welches dem Unternehmen Kosten aufbürdet, welche nicht notwendig sind. Es ist zu bezweifeln dass kollektives Leiden mit anderen, dem Unternehmen bei Problemen ein Lösung schafft. Wissen, Weiterbildung und innovative, moderne Lösungen sind angesagt!

Die CTS hat ein sehr differenziertes Anforderungsprofil an Software, da nicht nur Textverarbeitung, Kalkulation, E-Mail, sondern auch die Erstellung von professionellen Webseiten, die Verwaltung und Bearbeitung von fast 200.000 Bildern der CTS Photo & Press Service Bildagentur und die Betreuung der IT Kunden zum Tagesgeschäft gehören. Ein reibungsloser Betrieb ist seit langem, ohne jede Lizenzkosten, gewährleistet.

Aktuell verbleibt ein einziges kleines Problem mit Banken, welche meist nicht in der Lage sind, außer für das proprietäre Betriebssystem eine Lösung anzubieten. In Wirklichkeit kein all zu großes Problem, da es hier nur bei Bankeinzügen trifft, welche über die Webanwendung nicht abgewickelt werden können. In Deutschland ist auch das kein Problem, denn für die HBCI Schnittstelle gibt es sogar Open Source Lösungen, welche alle Funktionen abdecken. Es ist aber zu erwarten, dass die Banken von modernen Kunden und auch von Apples MAC Anwendern zum Umdenken gezwungen werden und die fehlenden Funktionen vermutlich in die Web Anwendung integrieren. Zwischenzeitlich müssen österreichische Firmen auf ein deutsches Bankkonto mit HBCI für den Bankeinzug zurückgreifen. In Wirklichkeit ist alles lösbar.

Der Zwang von Banken Apps zu verwenden kann durch die Verwendung eines CardTAN Gerätes umgangen werden. Es ist zu empfehlen generell so wenig wie möglich Apps (Programme die mit Benutzerberechtigungen am Gerät laufen und Internetzugang haben) zu installieren und nur Webanwendungen, wodurch der Browser eine extra Schutzlinie ist, zu verwenden.

Mobile Geräte, Telefone und Tablets

Hier wird es etwas komplizierter, denn das Librem5 Telefon ist noch nicht ganz fertig. Die Zukunft für uns gehört, wenn die Marktreife geschafft wird, diesem Gerät. Hardware Kill-Switches für Micro und Kamera sind alleine schon ein Riesen Vorteil. Betriebssystem Linux und Open Source Apps eine gelungene Kombination.

Wenn man alle aktuell auftretenden Vorfälle bedenkt, dürfte niemand mehr eine Besprechung oder andere wichtige Besprechungen, privat oder beruflich, in Anwesenheit von Telefonen, Tablets, oder Sprachassistenten führen. Auch wenn man nichts zu verbergen hat, sind Wanzen eine unschöne Sache und die letzten Vorkommnsse haben gezeigt, das Home-Office Mitarbeiter zu den Sprachaufzeichnugnen kommen. Das war zu erwarten, aber wenn es jetzt auch bestätigt ist, sollte man diese Sprachassistenten in den Müll werfen und die paar Schritte zum Lichtschalter gehen. Fitness ist immer besser als zugängliche Gesprächem, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren.

Interessierte für alle Bereiche der Sicherheit lesen folgendes regelmäßig, am besten per RSS Newsfeed:

Es gibt einiges mehr, insbesondere wenn jemand tiefer in die Materie eintaucht, aber mit oben genannten ist das notwendige Tages-Minimumwissen für alle Anwender im Kurzüberblick abgedeckt.

Da es unerwünscht war proprietäre Systeme im mobilen Bereich zu verwenden wurde mit der Verwendung von LineageOS ein Kompromiss gefunden. LineageOS ist ein nacktes Android und sollte ohne die Google Apps installiert werden. Damit entspricht das Gerät dann den Vorstellungen von guter Privatsphäre. Einen detailierten Überblick über die Installation und die Verwendete Open Source Software findet sich im Blog: https://kmj.at/android-lineageos-privacy-teil3/ .

Natürlich ist es ganz wichtig, Apps wenn möglich nur aus dem F-Droid App Store zu installieren und sich von niemandem zu einer App zwingen zu lassen. Es ist, insbesondere am mobilen Gerät, keine App als vertrauenswürdig einzustufen, welche nicht als Open Source Software von mehreren Personen geprüft wurde. Das heißt nicht, dass man Anbietern hier Vorsatz unterstellt, aber diese Apps werden schnell und kostengünstig mit verfügbaren Tools von Drittanbietern erzeugt. Der Fokus liegt nicht auf Security, sondern auf schnell und kostengünstig rausbringen. Insbesondere verwaiste Apps sind ein erhöhtes Risiko. Zum Beispiel ladet ein Benutzer bei einer Veranstaltung eine App des Veranstalters, welche dann nie mehr upgedatet wird. Die App läuft aber immer im Hintergrund und wenn das Entwicklungstool einen Fehler hat, dann ist das Telefon verloren und wird von außen übernommen. Einfach die beiden Links regelmäßig lesen. Es tauchen täglich viele solcher sogenannter Exploits auf. Eine verwaiste App setzt das Telefon einem Angriffsszenario aus, weil das zugrunde liegende Entwicklungstool vom Anbieter nicht mehr upgedatet wird. Und Tschüss Telefon, schon gehörst Du dem Eindringling.

Wenn schon eine nicht vertrauenswürdige App installiert wird, sofort löschen, wenn diese nicht mehr benötigt wird. Und generell immer die Web Version mit dem Browser verwenden. Die App hilft im Normalfall dem App Anbieter Daten zu sammeln und nicht dem Benutzer. Dieser sollte mit der Web Anwendung über den Browser alle Funktionen verfügbar haben. Wenn schon eine Benachrichtigung für irgendetwas erfolgen soll, verwenden Sie E-Mail oder noch besser Riot.IM Messenger Nachrichten.

Und zum Abschluss

Zum Abschluss noch etwas zum lachen, oder weinen, je nachdem von welcher Seite man es betrachtet.

Immer wieder hört man am Nachbartisch im Restaurant oder Kaffee, bzw. bei Besprechungen:

Ich bin gehackt worden!

Ja, das ist mir/uns auch passiert

Und die Personen verfallen in kollektives gemeinsames Bedauern, aber sie selbst sind ja unschuldig!

Dazu sei gesagt:

  • 99% werden nicht gehackt sondern sind selbst Schuld!
  • 1 % sind echte, gezielte Hacks

Bei den 99% passiert normalerweise folgendes:

  • Selber schuld:

  • 1) Download von irgendeiner Software und Installation am eigenen PC

  • 2) Download von irgendeiner APP und Installation am mobilen Gerät

  • 3) Klick auf Ja, Ja, Ja, bei Fragen ob aktiviert, oder ausgeführt werden soll

Bis auf ganz wenige Ausnahmen führen die 99% die Schadsoftware selbst, nach mehrmaligem Klicken auf „JA“, mit den eigenen Berechtigungen am PC oder mobilen Gerät aus und sind damit selbst schuld, dass das Gerät mit Malware verseucht, oder verschlüsselt wird. Etwas mehr Vorsicht und -“Think before you click“ - würde vermutlich 70% der Vorfälle verhindern. Wenn man dann noch Text-E-Mails anstatt von HTML-E-Mails verwenden würde, könnte man, da man den richtigen Link sieht, vermutlich weitere 20% verhindern.

Die verbleibenden 9% wird man vermutlich akzeptieren müssen, aber der Rest wäre mit Hirn einschalten, Gier und Neugier ablegen und einem EDV-Anfängerkurs mit Fokus Sicherheit über weite Strecken zu verhindern.

Also „Nein, zu 99% nicht gehackt worden, sondern meist vermeidbarer Bedienerfehler und selbst schuld.“

Für Unternehmen bietet die CTS GMBH (https://cts-solutions.at) Beratungen, Consulting und Projektabwicklung für einen erfolgreichen Umstieg.

Am Android Tablet oder Telefon mit LineageOS für Privatsphäre sorgen. (Teil 3)

LineageOS, ein alternatives Android Betriebssystem für Tablet und Telefon!

LineageOS ist ein Betriebssystem für Smartphones und Tabletcomputer. Es ist eine Modifizierung des von Google entwickelten freien Betriebssystems Android und der Nachfolger des eingestellten Custom-ROMs CyanogenMod. LineageOS ist Freie Software und wird von einer Gemeinschaft Freiwilliger entwickelt, die das Betriebssystem gratis zum Herunterladen bereitstellen. Mehr Infos auf der Wikipedia Seite (https://de.wikipedia.org/wiki/LineageOS)

Vorraussetzung ist ein Geräte welches offiziell unterstützt wird (https://wiki.lineageos.org/devices/) oder ein Custom Rom, z.B. von https://forum.xda-developers.com/ existiert.

WICHTIG: Mit diesem Vorgang verlieren Sie Ihre Garantie, können Ihr Gerät zerstören und niemand wird Ihnen helfen. Ich beschreibe hier den Vorgang meiner Umstellung und ermutige Sie in keinem Fall den Vorgang an Ihrem Gerät durchzuführen. Wenn Sie es machen, dann sind Sie auf sich alleine gestellt und für den Fall dass Sie das Gerät zerstören sind einzig und alleine Sie selbst verantwortlich. Niemand und schon gar nicht ich, hafte für Dinge die Sie mit Ihrem Gerät tun!

Teil 3

Basierend auf dem ersten Tests von LineageOS auf einem Samsung SM-T585 Tablet (https://kmj.at/2018-09-12-android-lineageos-samsung-sm-t585-privacy/), sowie dem Teil 2 der Serie (https://kmj.at/2018-10-01-android-lineageos-privacy-teil2/) wurden nun die ersten Releasewechsel durchgeführt.

Kurzinfo, da vermutlich für wenige User interessant: Da ich kein Windows verwende, kam Odin nicht in Frage und es wurde auf die Heimdall Flash Software zurückgegriffen. Diese war bereits zum Flashen vom TWRP am Linux Notebook installiert. Zusätzlich wurde nun noch das Heimdall-Frontend Package installiert, welches Heimdall ROMs erzeugen kann. Danach von z.B. sammobile.com das Android 8 Stock ROM laden und in einem Verzeichnis extrahieren. Über das Heimdall-Frontend alle Dateien zuweisen und dann ein Heimdall-ROM erzeugen. Wenn alles erledigt ist, geht das Flashen ziemlich einfach. Handy in den Download Mode booten, das ROM laden und mit Start flashen. Danach das TWRP neu flashen, in den Recovery Mode booten und der Anweisung aus dem LineageOS.org Wiki zur Installation auf diesem, voll supporteten Gerät, folgen.

Es standen 2 Geräte, beides A520F (Samsung Galaxy A5 2017), zum Update an. Eines der Geräte hatte bereits die Oreo Firmware (Bootloader und Modem) mit LineageOS 15.1 und ein Gerät hatte die Nougat Firmware und LineageOS 14.1.

Als erstes wurde die Oreo Version upgedated.

Der Anleitung exakt folgend:

How to install

  1. Make sure you had Samsung’s Oreo firmware bootloader and modem before installing this
  2. Make sure you are using the latest official TWRP version.
  3. Download the lineage build and google apps
  4. Copy them to the phone (SD KARTE!!!!)
  5. In TWRP wipe dalvik/cache/system/data
  6. Flash LineageOS
  7. Flash Gapps (OPTIONAL Ich verwende keine Google Apps!)
  8. Optional: Flash root package
  9. Reboot

Danach booted das System mit LineageOS 16.0. Land und Uhrzeit, sowie WLAN einstellen und dann das Titanium apk installieren. Benutzer Apps und Daten wiederherstellen, Icons platzieren und bei Apps, bei denen die Anmeldedaten nicht wiederhergestellt werden, z.B. DavDroid, Owncloud, die Anmeldedaten eingeben und die Synchronisierung aktivieren.

Das war wirklich einfach und das erste Handy läuft mit dem auf Android 9 basierenden LineageOS 16. Am besten noch alle Einstellungen einmal durchsehen, damit neues richtig eingestellt wird und sich dann in intelligenter, selbstbestimmter Weise von der Masse abzuheben.

Update 14.1 (Nougat) auf 16.0 (Pie)

Beim 2. A520F war die Nougat Firmware installiert und es musste zuerst die Oreo Firmware von Sammobile geladen werden. Hier ist zu beachten, dass es für offene Telefone die Version Open-Austria gibt, die nicht in der Austria Liste mit den Provider Versionen enthalten ist. Das ist die Version, welche für freie Handies notwendig ist. Vorher sollte https://forum.xda-developers.com/samsung-a-series-2017/how-to/ref-modems-bootloaders-collection-t3799551 gelesen werden. Bootloader und Modem Updates sollten immer aktuell gehalten werden.

Auch hier wurde mit folgendem begonnen:

Ich folgte der Anleitung:

Instructions:

  1. Switch off the phone
  2. Use Home+Volume Down+Power to enter Download Mode and connect the device to usb
  3. Open Odin and untick autoreboot in “options” tab. Also make sure that your device is detected
  4. Put BL_*.tar.md5 file into BL tab
  5. Put CP_*.tar.md5 file into CP tab
  6. Click Start
  7. Wait 1 min and manually reboot your phone into Download mode using Home+Volume Down+Power buttons, but when the warning appears, hit volume down (Cancel-restart the device)
  8. Use Phone INFO app to check if update was succesful.
  9. If it didn`t worked, redo the steps from #1 more careful this time.

Da ich kein Odin sondern Heimdall verwende, wurden die BL und CP Zips extrahiert und die 4 beinhalteten Dateien, nach einem unlz4 (Paket lz4 für Debian) mit Heimdall geflasht. Wichtig ist es das Log zu legen, dass der Flash erfolgreich war. Sonst System und Handy so oft rebooten und neu flashen, bis alles sauber erledigt wurde.

Danach erfolgt das Update exakt wie oben angeführt:

How to install

  1. Make sure you had Samsung’s Oreo firmware bootloader and modem before installing this
  2. Make sure you are using the latest official TWRP version.
  3. Download the lineage build and google apps
  4. Copy them to the phone (SD KARTE!!!!)
  5. In TWRP wipe dalvik/cache/system/data
  6. Flash LineageOS
  7. Flash Gapps (OPTIONAL Ich verwende keine Google Apps!)
  8. Optional: Flash root package
  9. Reboot

Danach booted das System mit Android 16.0. Land und Uhrzeit, sowie WLAN einstellen und dann das Titanium apk installieren. Benutzer Apps und Daten wiederherstellen, Icons platzieren und bei Apps, bei denen die Anmeldedaten nicht wiederhergestellt werden, z.B. DavDroid, Owncloud, die Anmeldedaten eingeben und die Synchronisierung aktivieren.

Nun sind beide A520F mit der Version LineageOS 16.0 eingerichtet und können noch lange gute und die Privatsphäre schützende Dienste verrichten. Wirklich cool, sichere Systeme für kleines Geld zu betreiben, auf denen nicht ein Fremder Administrator ist.

Als nächstes werden die beiden Samsung SM-T585 Tablets upgedated.

Für mich ist es eine ziemlich perfekte Lösung, da die Privatsphäre nun wieder gesichert ist und alle Funktionen einwandfrei funktionieren. In dieser Form ist Android auch für Firmen mit smarten Mitarbeitern verwendbar.

Es ist geschafft, Lizenzkostenfrei mit bester Privatsphäre am PC, Handy und Tablet

Der Einsatz hat sich gelohnt!

Nachdem bereits mehrere Blog Einträge erschienen sind, hier nun die Zusammenfassung der Installation, welche für Private und Business alle Anforderungen abdecken kann.

Server

Auf der Serverseite wurde ein PROXMOX-Cluster (proxmox.com) als Basis für die virtuellen Maschinen eingerichtet. Dadurch ist bereits auf der untersten Ebene der Systeme eine reine Open Source Umgebung verfügbar und es gibt keine bekannten Backdoors oder Datenübermittlungen an Dritte. Aktuell sind 4 Systeme im Cluster, welcher insgesamt 40 CPU‘s und 135 GB RAM besitzt. Zusammen befinden sich ca. 3 TB Raid Systeme im Cluster.

Zusätzlich wurden 2 FreeNAS Systeme mit je 4*3TB Festplatten eingerichtet. FreeNAS, ein auf FreeBSD basierendes Open Source NAS System ist extrem zuverlässig und und das ZFS Dateisystem synchronisiert sich automatisch vom NAS1 auf das NAS2 (Backup). Von diesem werden Datensicherungen auf USB3 Festplatten durchgeführt. Dabei werdne täglich ca. 2.5 TB auf die USB Platten bewegt.

Ein auf FreeBSD (https://FreeBSD.org) basierender Mail Server, eine Owncloud (https://owncloud.org) Installation, ein Asterisk Server, ein FreeBSD NFS Server, drei FreeBSD basierte LAMP Server, 3 auf PfSense (https://pfsense.org) basierende Firewalls und eine PI-Hole Lösung (https://pi-hole.net) sind die Basis des Netzwerkes.

Dazu wurden noch einige Server zum Betrieb einer sicheren MQTT Bridge, der beiden Matrix und Mastodon Server und des abgeschotteten Torified Netzwerkes benötigt. Viele Informationen zu diesen Diensten finden Sie in meinen E-Books https://kmj.at/buecher-und-ebooks/ .

Als Highlight befindet sich ein Debian Linux (Stretch) basierter Terminal Server im Netzwerk. Damit ist über eine Absicherung durch OpenVPN ein schneller Zugriff über das RDP Protokoll möglich.

Soweit als möglich, wurden alle Festplatten verschlüsselt.

Arbeitsplatz

Am Arbeitsplatz wurde Debian Linux (Sid) mit voll verschlüsselter Festplatte verwendet. Es wurden für alle Anforderungen Open Source Produkte gefunden, welche im professionellem Umfeld perfekt einsetzbar sind.

alle Lösungen kostenfrei und Open Source:

  • Office Paket: LibreOffice, welches auch doc, docx, xls,xlsx, etc. bearbeiten kann.
  • Bildbearbeitung: GIMP, DigiKam, RAW Therapie und Mat decken die Bedürfnisse von Profi Fotografen perfekt ab.
  • Video: Shotcut (Profi Schneidprogramm), Handbrake (Konvertierung), Blender (3D Animation) .
  • Internet: Firefox, Brave und Torbrowser als sichere und via Tor auch anonyme Browser.
  • Micro Blogging: Mastodon als dezentrale Twitter Alternative.
  • Messaging: Matrix mit Riot Client als sicheren Messenger ohne Mitleser!
  • Linphone als Telefon Nebenstelle.
  • KeePass als Password Safe.
  • xBrowsersync als Bookmark Sync Lösung über alle Geräte.
  • dazu noch einige Spezialanwendungen, welche nicht jeder benötigt, inkl. einem abgeschlossenem Tor Netzwerk.

Mobiltelefon und Tablet

Hier wurde wirklich tief in die Trickkiste gegriffen. Extrem genervt von Geräten, welche sich ohne Registrierung bei Hersteller nicht einmal einschalten lassen, begann eine lange Suche, welche mit LineageOS endete.

Es erfolgte eine Vollumstellung auf Samsung A5 (2017) und Galaxy Tab A (2016), welche komplett von der Originalsoftware befreit und mit LineageOS bespielt wurden (siehe hier im Blog).

Dadurch erfolgt der Betrieb gänzlich ohne Hersteller Software und auch ohne Google Libraries. Bezüglich der verwendeten Apps finden sich hier die Einträge:

https://kmj.at/2018-09-12-android-lineageos-samsung-sm-t585-privacy/ https://kmj.at/2018-10-01-android-lineageos-privacy-teil2/

Zusammenfassend sei gesagt, dass es noch immer möglich ist, seine Privatsphäre zu schützen und keine Daten an Dritte weiterzugeben. Natürlich sollte man dazu noch weitere Regeln bei der Verwendung des Internets beachten, aber ich bin mit der Gesamtlösung sehr zufrieden und habe als Test noch die Open Source Tracking App Traccar installiert. Damit ist es möglich, ohne Daten an Dritte zu senden, Geräte zu verfolgen, bzw. zu orten.

https://kmj.at/2018-09-15-self-hosted-open-source-car-tracking-enterprise-ready/

https://kmj.at/2018-07-07-xbrowsersync-part-2-firefox/

https://kmj.at/2018-06-14-inhouse-nas-mit-verschluesseltem-software-raid-teil-1/

https://kmj.at/2018-06-11-kmj-at-nun-auch-im-tor-netz/

https://kmj.at/2018-04-17-xbrowsersync-die-loesung-fuer-self-hosted-bookmark-sync/

https://kmj.at/2018-04-04-ein-weiterer-schritt-in-eine-dezentrale-zukunft-ist-getan/

https://kmj.at/2018-03-12-riot-im-messenger-kurzanleitung-fuer-benutze-updated/

Am Android Tablet oder Telefon mit LineageOS für Privatsphäre sorgen. (Teil 2)

Teil 3 der Serie ist hier erschienen:

LineageOS, ein alternatives Android Betriebssystem für Tablet und Telefon!

LineageOS ist ein Betriebssystem für Smartphones und Tabletcomputer. Es ist eine Modifizierung des von Google entwickelten freien Betriebssystems Android und der Nachfolger des eingestellten Custom-ROMs CyanogenMod. LineageOS ist Freie Software und wird von einer Gemeinschaft Freiwilliger entwickelt, die das Betriebssystem gratis zum Herunterladen bereitstellen. Mehr Infos auf der Wikipedia Seite (https://de.wikipedia.org/wiki/LineageOS)

Vorraussetzung ist ein Geräte welches offiziell unterstützt wird (https://wiki.lineageos.org/devices/) oder ein Custom Rom, z.B. von https://forum.xda-developers.com/ existiert.

WICHTIG: Mit diesem Vorgang verlieren Sie Ihre Garantie, können Ihr Gerät zerstören und niemand wird Ihnen helfen. Ich beschreibe hier den Vorgang meiner Umstellung und ermutige Sie in keinem Fall den Vorgang an Ihrem Gerät durchzuführen. Wenn Sie es machen, dann sind Sie auf sich alleine gestellt und für den Fall dass Sie das Gerät zerstören sind einzig und alleine Sie selbst verantwortlich. Niemand und schon gar nicht ich, hafte für Dinge die Sie mit Ihrem Gerät tun!

Teil 2

Basierend auf dem ersten Tests von LineageOS auf einem Samsung SM-T585 Tablet (https://kmj.at/2018-09-12-android-lineageos-samsung-sm-t585-privacy/) wurde nun noch ein Samsung A5 2017 (SM-A520F) Mobiltelefon für einen Test angeschafft. Mit ca. 250 € ein Schnäppchen und dann noch IP68 wasserdicht und gegen Staub geschützt.

Abgesehen von dem Problem, dass die Auslieferung des Telefons, entgegen der Angabe von Android 7, bereits mit Android 8 erfolgte, war die Installation ein Kinderspiel. Ein wirkliches Problem war das Downgrade des Telefons von Android 8 auf Android 7 um die SIM Karte zu erkennen.

Kurzinfo, da vermutlich für wenige User interessant: Da ich kein Windows verwende, kam Odin nicht in Frage und es wurde auf die Heimdall Flash Software zurückgegriffen. Diese war bereits zum Flashen vom TWRP am Linux Notebook installiert. Zusätzlich wurde nun noch das Heimdall-Frontend Package installiert, welches Heimdall ROMs erzeugen kann. Danach von z.B. sammobile.com das Android 7 Stock ROM laden und in einem Verzeichnis extrahieren. Über das Heimdall-Frontend alle Dateien zuweisen und dann ein Heimdall-ROM erzeugen. Wenn alles erledigt ist, geht das Flashen ziemlich einfach. Handy in den Download Mode booten, das ROM laden und mit Start flashen. Danach das TWRP neu flashen, in den Recovery Mode booten und der Anweisung aus dem LineageOS.org Wiki zur Installation auf diesem, voll supporteten Gerät, folgen.

Basierend auf der Todo von Teil 1 wurde nun noch folgendes installiert

  • Keepass2Android mit WebDAV Unterstützung
  • Traccar und Traccar Manager als Ersatz für Owntracks (läuft ohne Google Libraries)
  • K9 Mailer mit PGP Unterstützung Openkeychain
  • xBrowserSync Bookmark Syncer (gegen meinen eigenen Server)
  • FreeOPT als Client für 2FA Authentifizierung
  • OwnCloud Client für den Zugriff auf meine eigene Cloud, inkl. Voll automatischen Foto Upload und sync zwischen den Geräten
  • LinPhone SIP CLient als Nebenstelle für meinen Asterisk Server

Wichtige Hinweise

  • VERY IMPORTANT: Whenever you finish using adb, always remember to disable USB Debugging and restore Root Access to Apps only. While Android 4.2+ ROMs now prompt you to authorize an RSA key fingerprint before allowing a debugging connection (thus mitigating adb exploit tools that bypass screen lock and can install root apps), you still risk additional vulnerability surface by leaving debugging enabled.

Bilder

 

 

 

Für mich ist es eine ziemlich perfekte Lösung, da die Privatsphäre nun wieder gesichert ist und alle Funktionen einwandfrei funktionieren. In dieser Form ist Android auch für Firmen mit smarten Mitarbeitern verwendbar.

Teil 3 der Serie ist hier erschienen:

Selbst gehostetes Open Source GPS Tracking für viele GPS Tracker, sowie Android und IOS

Professionelles GPS Tracking für Privat und Business ohne Lizenzkosten und ohne Daten an Dritte zu senden!

Nachdem mein Android Tablet nun mit LineageOS von Bloatware und Software der Datensilo-Betreiber befreit ist (https://kmj.at/2018-09-12-android-lineageos-samsung-sm-t585-privacy/) blieb als offener Punkt einen Ersatz für Owntracks zu finden. Leider ist die Android Version von Owntracks mit einer Abhängigkeit von der Google Play Library versehen und damit am Tablet nicht mehr funktionsfähig. Die Frage, diese Library zu installieren stellte sich, nach dem Aufwand zur Erreichung von mehr Privatsphäre natürlich nicht.

Nach längerer Suche blieb ich bei der Traccar GPS Tracking Lösung hängen.

Die Punkte die sich gut gelesen haben:

  • Open Souce, inkl. Der Clients für IOS und Android
  • Server ist in Java geschrieben und läuft damit unter FreeBSD und Linux
  • Vollständiges Berechtigungssystem, damit auch für Firmen verwendbar
  • Client für extrem viele GPS Tracker
  • Client für Android und IOS
  • Datenbank MySQL unterstützt

Damit sollte eine vollständige, auf eigenen Systemen installierte, Open Source Lösung installierbar sein, ohne Daten an Dritte zu senden.

Die Server Installation

Aktuell läuft eine, die in meinem IoT Buch (https://www.amazon.com/dp/B01N21U0AA) beschriebene MQTT Lösung, welche die Positionen mit Owntracks Recorder sammelt und anzeigt. Zusätzlich ist es möglich, im auch dahinter liegenden Home Assistant, Events für Aktionen auszulösen. Home Assistant ist eine selbst gehostete, intelligente Open Source Home Automation Plattform, mit der es möglich ist, ohne Daten an Dritte zu senden, das Zuhause dementsprechend zu steuern.

Die beiden MQTT Server werden für andere IoT Datenübertragungen weiter laufen, der Owntracks Recorder wird aber abgeschaltet. Zusätzlich muss eine andere Einbindung der Tracker in den Home Assistant erfolgen.

Als Betriebssystem für den Server habe ich mich, wie in den meisten Fällen im Serverbereich, für FreeBSD entschieden. FreeBSD hat seit den 90ern, beginnend bei FreeBSD 2.11 meine Präferenz. Aktuell befinden wir uns bei der Version 11.2. Alternativ, insbesondere in Fällen, wo Sonderlösungen notwendig sind, wird auf Debian Linux gesetzt.

Das Projekt bietet im Dokumentationsbereich auch eine Anleitung für FreeBSD an:

Der Server wird auf der ProxMox Virtualisierungsplattform, welche meine frühere Installation abgelöst hat, eingerichtet. Die Installation des FreeBSD LAMP Servers ist nicht Inhalt dieses Blog Eintrages. Bei mir läuft FreeBSD 11.2 mit einer IP Adresse und MySQL auf einer Standard Installation, welche die CTS GMBH (https://cts-solutions.at) in gleicher Form seit vielen Jahren für Kunden installiert.

Die Installation des Servers wird nach Anleitung durchgeführt und verläuft komplett unproblematisch. Die Freigabe nach außen erfolgt über einen Reversed-Proxy. Anleitungen für die Proxy Settings für Anfänger finden sich in der Dokumentation. Für die jeweiligen Tracker gibt es eigene Ports. Der Server selbst bindet auf das Port 8082 und man sollte den Daemon auf die IP 127.0.0.1 beschränken. Damit ist der Dienst von außen nur über den Proxy erreichbar.

Tip beim rc.d Script auf das root Directory achten!

Tip in der traccar.xml das Binding mit

127.0.0.1

auf den Localhost stellen. Damit ist das Port 8082 nur am Host selbst und via Reversed Proxy erreichbar. Die Tracker-Ports sind weiterhin auf allen Interfaces erreichbar. Ich habe diese aber in der Firewall disabled und es werden nur die jeweils benötigten Ports erlaubt.

Tip Die mobilen Clients connecten per Default zum Port 5055.

Tip Im rc.d Script

stop_cmd=“kill cat ${pidfile}

einfügen.

Links zum Apache Setup:

https://www.traccar.org/secure-connection/

Nachdem wir auch ein SSL Zertifikat am Reversed-Proxy Server installiert haben, können wir das erste Login durchführen. Verwenden Sie nie einen Zugriff ohne https-Verschlüsselung. Etwas unschön ist, dass einige Scripts von Cloudflare nachgeladen werden und damit ein Tracking durch Cloudflare erlauben. Ein Patch für lokales Laden der Scripts muss unbedingt her.

Das Default Login ist admin/admin.

Sofort stellen wir in den Server Einstellungen die Karte auf OpenStreetMaps und disablen die Registrierung.

Danach ändern wir über Benutzerkonto sofort das admin Passwort und tragen eine E-Mail Adresse ein. Eine neuerliche Anmeldung erfolgt nun mit der E-Mail Adresse und dem neuen Passwort.

Nun wird es Zeit den ersten Benutzer anzulegen. Testweise lege ich einen Benutzer an, welcher dann selbst weitere User und Geräte einrichten kann. Eine Art Sub-Manager für z.B. eine Abteilung.

Wie in der Dokumentation beschrieben, wird man mit einem User Limit -1 (ohne Begrenzung), bzw. einem Limit größer 0, zum Manager. Andernfalls ist mal ein normaler Benutzer.

Um ein erstes Gerät aktiv zu haben installieren wir auf dem LineageOS Tablet (https://kmj.at/2018-09-12-android-lineageos-samsung-sm-t585-privacy/) den Traccar Client aus dem F-Droid Store und stellen die Server URL auf den eingerichteten Hostnamen und das Port 5055. Alle anderen Einstellungen bleiben gleich und dann aktivieren wir den Dienst über den Schieberegler.

Tip Am LineageOS oder anderen sicheren Installationen das Öffnen des Ports 5055 in der Firewall nicht vergessen.

Als Problem hat sich das Android/LineageOS Tablet erwiesen, welches im ersten Schritt keine Updates sendet. Ein Test mit einer Installation unter IOS mit einem Iphone funktionierte sofort.

Nach dem Login mit dem ersten Manager User fügen wir die Geräte hinzu. Die Device ID dafür sieht man im Client. Andernfalls im Log File nach „unknown device“ suchen. Die Anzeige erfolgt einwandfrei und wenn man im eigenen Benutzerkonto seine GPS Koordinaten und den Zoom Faktor 10 einstellt, kann man sich das Zoomen immer einsparen. Mit den Geofences kann man verschiedene Bereiche einrichten und auch Events auslösen.

Bevor wir uns dem Problem mit dem Android/LineageOS Tablet kümmern, richten wir die Notifications noch ein. Dazu verwenden wir die Einträge aus der Dokumentation im Punkt Notifications und passen alle Parameter für unseren Server an. Damit ist ein globaler Parameter für die Benachrichtigung gesetzt und wir können eine Testbenachrichtigung senden.

Dazu gehen wir einfach über das Menü auf das Benutzerkonto und klicken in der unteren Leiste auf das E-Mail Symbol. Danach sollte im Posteingang das Mail erscheinen. Andernfalls muss das Traccar Log, bzw. das Log des SMTP Servers geprüft werden.

Tip traccar.xml Mustereinträge für den Versand über localhost:

<entry key='mail.smtp.host'>127.0.0.1</entry>
<entry key='mail.smtp.port'>25</entry>
<entry key='mail.smtp.ssl.enable'>false</entry>
<entry key='mail.smtp.from'>noreply@traccar.yourdomain.tld</entry>
<entry key='mail.smtp.auth'>false</entry>

Der Test funktionierte problemlos und wir können einen Schritt weiter gehen.

Am Android Tablet wurde einerseits die AFWAll+ Firewall für Traccar geöffnet und eine Ausnahme in der Batterieoptimierung eingerichtet. Andernfalls würde der Client das Update beenden, wenn Android der Meinung ist, es wird zu viel Strom verbraucht.

Leider löst das unser Übertragungsproblem noch nicht und nach einer Unterhaltung mit dem Entwickler über Github bleibt aktuell offen, warum der Client den Standort nicht übermittelt.

Als Apps bietet sich der Traccar Manager noch an. Links zu den aktuellen Versionen finden sich auf der Traccar.org Webseite im Downloadbereich.

Nach ein paar weiteren Tests funktioniert der Android Client nun auch sauber. Die GPS Status App ist eine große Hilfe und das Problem war eher Gerätespezifisch.

Nun kommt das System in den Testbetrieb und man wird sehen, ob die Owntracks Lösung damit ablösbar ist. Insbesondere die Einbindung in den Home Assistant wird spannend.

Fortsetzung folgt

Am Android Tablet oder Telefon mit LineageOS für Privatsphäre sorgen.

LineageOS, ein alternatives Android Betriebssystem für Tablet und Telefon!

LineageOS ist ein Betriebssystem für Smartphones und Tabletcomputer. Es ist eine Modifizierung des von Google entwickelten freien Betriebssystems Android und der Nachfolger des eingestellten Custom-ROMs CyanogenMod. LineageOS ist Freie Software und wird von einer Gemeinschaft Freiwilliger entwickelt, die das Betriebssystem gratis zum Herunterladen bereitstellen. Mehr Infos auf der Wikipedia Seite (https://de.wikipedia.org/wiki/LineageOS)

Vorraussetzung ist ein Geräte welches offiziell unterstützt wird (https://wiki.lineageos.org/devices/) oder ein Custom Rom, z.B. von https://forum.xda-developers.com/ existiert.

WICHTIG: Mit diesem Vorgang verlieren Sie Ihre Garantie, können Ihr Gerät zerstören und niemand wird Ihnen helfen. Ich beschreibe hier den Vorgang meiner Umstellung und ermutige Sie in keinem Fall den Vorgang an Ihrem Gerät durchzuführen. Wenn Sie es machen, dann sind Sie auf sich alleine gestellt und für den Fall dass Sie das Gerät zerstören sind einzig und alleine Sie selbst verantwortlich. Niemand und schon gar nicht ich, hafte für Dinge die Sie mit Ihrem Gerät tun!

Die Problemstellung

Nicht wirklich glücklich mit Apples IOS Geräten auf denen einiges an notwendiger Software, z.B. Tor, nicht funktioniert, oder von Apple verboten wurde machte ich mich schon länger auf die Suche nach einer Alternative. Die Voraussetzungen waren klar und unverrückbar:

  • Es darf zur Inbetriebnahme keine Registrierung beim Hersteller erfolgen müssen. Es ist gelinde gesagt eine Frechheit, dass die Hersteller eine Inbetriebnahme des Geräte ohne Registrierung untersagen. Der erste Schritt zum Datensammeln muss bereits unterbunden werden

  • Es muss eine Firewall, ala IPTables, PF, IPFW oder ähnliches, installierbar sein. Der gesamte Traffic des Gerätes muss so kontrollierbar sein, dass Datensammler keine Verbindung aufbauen können.

  • Ein Open Source VPN Client ist Pflicht, bevorzugt OpenVPN.

  • Zusätzlich benötigt wird ein vernünftiger RDP Client um auf den Linux XRDP Terminal Server via RDP zugreifen zu können. Im Business Bereich ist damit auch der Zugriff auf Windows Systeme gewährleistet.

  • Tor muss als Dienst, inkl. Hidden Services und Tor Browser funktionieren

  • Email, Kalender und Kontakte müssen mit ActiveSync, IMAP, CalDAV, CardDAV, PGP Verschlüsselung vernünftig funktionieren.

  • Riot als Matrix Messenger Client muss verfügbar sein. Damit ist eine sichere E2E verschlüsselte Kommunikation ohne Mitleser gewährleistet.

  • Verschiedene Browser und Addons sind Pflicht. Firefox mit NoScript und Ublock, Brave Browser und Firefox Klar wären die Minimumanforderungen. Für Privatshpäre ist es wingend notwendig seine Zugriffe, insbesondere welche mit Login und ohne Login auf verschiedene Browser zu verteilen.

  • Es darf keine Software installiert sein, die Daten an Dritte überträgt und damit Inhalte, Vorgänge, oder noch schlimmer Daten des Gerätes an Dritte überträgt. Alls Daten dürfen nur mit den eigenen Servern ausgetauscht werden. Hersteller Bloatware muss deinstallierbar, bzw. von Haus aus gar nicht installiert sein. Möglichst alle Software Komponenten sollten Open Source sein.

  • Zusätzlich muss ein richtiges Backup der Applikationen und Settings, inkl. Separiertem und gesamtem Restore möglich sein. Alle Einstellungen müssen mit Hilfe des Backups auf ein neues Geräte übertragen werden können.

Das Gerät

Zum Test wurde ein Samsung SM-T585 Galaxy Tab A Tablet angeschafft und mit dem vorinstallierten Android ein Versuch vorgenommen.

Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass so ein Tablet oder Telefon die Anforderungen in keinem Fall erfüllt. Ganz abgesehen davon, dass der Hersteller verhindert, dass man der System Administrator wird (rooting), gibt es dadurch keine Möglichkeit IPTables, ein vernünftiges Backup und vieles mehr zu nutzen.

Wenn man ein Paket das sich Firewall nennt, ohne rooting aber nur ein VPN ist, installiert, sieht man zumindest, dass die vorinstallierte Software von Google und Samsung ohne Ende nach Hause telefoniert und undefinierte Daten überträgt.

In Summe, obwohl lange versucht wurde diese Software zu deaktivieren und deinstallieren, keine Lösung. Der Hersteller sperrt die Deinstallation, Deaktivierung so, dass im Hintergrund immer Dienst laufen, welche man nicht haben will. Zumindest, wenn man kein forensisches Datenfutter sein will und auf seine Privatsphäre einen hohen Wert legt.

Es war klar, es musste etwas anderes werden, jedoch haben diese Android Tablets in Punkto Größe, Suspend und Resume und einiges mehr durchaus Vorteile gegenüber Notebooks.

Nach monatelanger Recherche stand fest, dass das Samsung Tablet mit LinageOS betrieben werden soll. Da das Gerät leider offiziell noch nicht unterstützt ist, musste ich auf ein Custom Rom von XDA-Developers zurückgreifen.

Vorab sei gesagt, dass ein Versuch mit der Version 15.1 (Android 8.1) zwar erfolgreich war, aber einige Programme (heute Apps genannt) noch nicht stabil funktionierten.

Deswegen wurde auf die Version 14.1 (Android 7.1) von Valera1978 mit den neuesten Patches von cschsz zurückgegriffen.

https://forum.xda-developers.com/galaxy-tab-a/development/rom-lineageos-14-1-android-7-1-2-t3777266

Das Setup

Ich habe mich noch nie wirklich mit diesen mobilen Endgeräten auseinandergesetzt und alles bis jetzt gelesene war immer so, dass man annahm, nur Spezialisten für diese Geräte mit dementsprechender Hardware können diese umprogrammieren und einrichten. Nachdem ich mich eingelesen habe, ist vollkommen klar, dass das ganze eigentlich recht einfach funktioniert.

Wissen muss man

Lesen Sie die Install-Anleitung für das Gerät auf LinaegeOS.org durch, lesen Sie mehrfach, damit Sie schon vorher wissen, welche Schritte Sie benötigen. Insbesondere Wischerkönige können damit einiges an Problemen vermeiden.

Die meisten Geräte kann man anders booten. In etwa so, wie man einen PC ins Bios booten kann. Dieser Vorgang wird über Telefontasten gesteuert und beim Samsung sind diese:

  • HOME + Lautstärke+ + Power bootet in den sogenannten Recovery Mode. Hier arbeiten wir dann mit dem TWRP Paket. So etwas wie das Bios mit ein paar Extra Funktionen.

  • HOME + Lautstärke- + Power bootet in Download Mode. Diesen benötigen wir einmal um das Custom Recovery Paket zu laden. Ohne dieses funktioniert der Recovery Mode nicht.

  • Am Gerät muss USB Debugging aufgedreht werden. Detail dazu in den einzelnen Anleitungen. Im wesentlichen geht das überall mit 7 mal, über Einstellungen-Über das Gerät-Buildnummer, auf die Buildnummer tippen. Danach ist das Entwicklermenü sichtbar.

TIP Einige Geräte haben im Entwicklermenü – „Enable Custom OEM unlocking“. Unbedingt aufdrehen, sonst könnte es sein, dass das Gerät nie mehr bootet.

TIP Kaufen Sie sich eine extra 32GB Micro SD Karte für diesen Vorgang. Details dazu später. Damit wird alles viel einfacher! Geiz ist nie Geil!

Installation von adb und fastboot

adb ist die Android Debugging Bridge und diese ist zur Kommunikation zwischen PC und Android Gerät notwendig. Eine gute Anleitung zur Installation findet sich hier:

https://wiki.lineageos.org/adb_fastboot_guide.html

TIP Ich selbst verwende ja kein Windows mehr und bei Debian Linux sind die Pakete adb und fastboot im Paket Verzeichnis verfügbar. Für das Samsung Tablet wird nur adb benötigt, da weitere Schritte mit heimdall durchgeführt werden.

TIP Das Paket installiert auch die udev Einstellungen. Trotzdem musste adb als root ausgeführt werden, damit adb devices das Tablet erkannte. Da ich nur das Custom Recovery Package geladen habe und alles weitere mit der SD Karte erledigt wurde, kein wirkliches Problem.

Danach installiert man für das Samsung Tablet die heimdall Suite für das jeweilige Betriebssystem. Downloads finden sich hier:

https://glassechidna.com.au/heimdall/#downloads

Mit der heimdall Suite kann dann das Custom Recovery am Tablet installiert werden. Dazu verwendet man, nachdem das Gerät in den Download Modus gebootet wurde ( HOME + Lautstärke- + Power), beim Samsung den Befehl:

heimdall flash –RECOVERY twrp-x.x.x-x-gtleeilte.img –no-reboot

WICHTIG Die twrp Datei wird bei Ihnen, je nach Gerät anders heißen, jedoch ist der –noreboot unbedingt notwendig! Sollte das Image in einem Archiv sein, extrahieren Sie es unbedingt vorher!

Danach muss sofort in den Recovery Mode gebootet werden ( HOME + Lautstärke+ + Power) sonst überschreibt das System das Image wieder!

Das ganze sollte dann in etwa so aussehen:

Wenn nicht, wiederholt man den Vorgang solange, bis der Boot Vorgang sauber ist und das Menü erscheint.

Nun wird es einfach. Nachdem klar wurde, dass das Custom Recovery im wesentlichen nichts anderes ist, als ein Bios mit Extra Funktionen, insbesondere für Partition Management und Partition Backup, konnte die weitere Anleitung abgeändert werden.

Ich habe danach das LineageOS ROM auf die SD Karte kopiert und hierher auch das Backup über das Menü ausgeführt. Das Backup liegt im Ordner TWRP und darunter in mit Datum und Uhrzeit markierten Ordnern. So geht es leicht retour, falls Probleme auftauchen.

Über Install kann man das Lineage-ROM-Zip File über die SD-Karte auch einfach und ohne PC Anschluss installieren. Ein Zeitgewinn und viel einfacher.

Wichtig ist immer, alle Partition des Originalsystems zu sichern, das Wipe (Löschen der Partitions) laut Anleitung über die Advanced Funktion durchzuführen und am Bildschirm immer alle Meldungen auch wirklich zu lesen. Wenn man etwas nicht versteht, am besten im XDA-Developers Forum suchen, oder Fragen.

Nach der Installation, bzw. nach dem Setup mit LineageOS hilft ein Wipe des Dalvik Caches bei Problemen. Bei mir funktionierte die Bluetooth Tastatur nur in Englisch, nach dem Wipe erfolgte die Umschaltung auf Deutsch sehr sauber.

Um nun ohne Google Play Store auszukommen, installiert man das F-Droid apk, welches von F-Droid Store (https://f-droid.org/) geladen werden kann. Da es meist nicht ohne Programme (Apps) aus dem Google Play Store geht, kann man über F-Droid den „Yalp Store“ installieren. Dieser lädt Programme (Apps) ohne Registrierung bei Google von dort. Optional zur Anonymisierung auch über Tor.

Interessante Programme (Apps) sind:

  • TermUX
  • ConnectBot
  • Orbot / Orfox und der neue Tor Browser (Beta)
  • Firefox mit NoScript und Ublock Addon
  • Firefox Klar
  • Brave Browser

Die Standard Mail, Kalender und Kontakte Apps funktionieren sehr gut gegen unserem Mail Server, welcher unter FreeBSD ActiveSync bereitstellt. Damit sollten hier keine zusätzlichen Programme notwendig sein. Alternativ K9 Mailer und DavDroid.

Zur Verbindung mit meinem eigenen Owncloud Server, den Owncloud Client. Damit können Fotos sofort beim Erstellen zum Server geladen werden. Durch die eigene OwnCloud natürlich so, dass das Foto nie auf anderen Servern im Internet gespeichert wird.

Nicht zu vergessen, auch wenn mit einer gewissen Lernkurve verbunden, AFWall+ als Firewall Frontend zur IPTables Verwendung und Titanium Backup für eine professionelle Sicherung, welche Sie auch auf der SD Karte ablegen können. Wenn Sie die SD Karte öfters auf den PC kopieren, haben Sie ein zusätzliches Backup, falls das Gerät gestohlen wird, oder ausfällt.

Für die Verwendung von AFWall+ und Titanium muss root aktiviert werden. Einfach wieder 7-mal auf die Build Nummer hämmern und dann in den Entwicklereinstellungen root für ADB und APPS erlauben.

Am Ende wird das in etwa so aussehen:

Für mich ist es eine ziemlich perfekte Lösung, da die Privatsphäre nun wieder gesichert ist und alle Funktionen einwandfrei funktionieren. In dieser Form ist Android auch für Firmen mit smarten Mitarbeitern verwendbar.

Natürlich gehört noch der OpenVPN Client fürs VPN nach Hause installiert, welcher sich gegen die Open Source PFSense Firewall mit 4096 Bit Zertifikaten und Passwort authentifiziert. Damit sind Sie immer in der Lage, ohne Daten an Dritte zu senden, auf Ihre Daten zu Hause oder im Büro zuzugreifen. Privatsphäre wie sie sein sollte!

TODO

Aktuell noch fehlende Punkte sind:

  • Owntracks: Die Owntracks App hat eine Abhängigkeit von Google Play und funktioniert dadurch nicht. Natürlich bleibt die Installation Google-frei und es wird nach einer Alternative gesucht. Da ich ein Setup mit 2 MQTT Servern, welche die Positionen an den Home Assistant (Intelligente Home Automatisierung ohne Daten an Dritte zu senden) und den dort auch laufenden Owntracks Recorder sendet, wird ein Versuch mit einer Open Source Library (https://github.com/microg) unternommen um die Gesamtinstallation, welche perfekt funktioniert, nicht verändern zu müssen.

  • KeePass mit WebDAV Unterstützung: Hier muss noch eine passendes Programm (App) gefunden werden.

Alles in allem eine sehr gelungene Lösung, welche bei mehreren Geräten sehr einfach über Titanium dupliziert werden kann.

Der nächste Schritt ist die Anschaffung eines Android Telefons, welches sofort nach dem Kauf, LineageOS installiert bekommt. Danach sollte eine perfekte Lösung gefunden sein, welche alle Anforderungen abdeckt.

UPDATE Link zum Teil 2